Wie viel Risiko steckt wirklich in einem Event?
- Redaktion

- vor 6 Tagen
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Aktualisiert: vor 3 Stunden

Eine ehrliche Betrachtung für Gründer
Events gelten als riskant. Unberechenbar. Teuer.
Viele Menschen haben genau deshalb Respekt davor, ein Event zu gründen – oder schieben den Gedanken immer wieder auf.
Dabei ist Risiko kein Gefühl. Risiko ist eine Frage der Einordnung.
Warum Events als besonders riskant wahrgenommen werden
Ein Event ist sichtbar. Wenn etwas schiefläuft, sieht man es sofort.
Kein stilles Scheitern im Hintergrund.Keine langen Entwicklungsphasen ohne Öffentlichkeit.
Diese Sichtbarkeit verstärkt das Risikogefühl – auch wenn sie nichts über das tatsächliche Risiko aussagt.
Welche Risiken bei Events real sind
Events haben reale Risiken. Und die sollte man nicht kleinreden.
Finanzielle Vorleistungen
Locations, Technik, Dienstleister – vieles muss eventuell bezahlt werden, bevor Einnahmen fließen.
Abhängigkeit vom Termin
Ein Event findet zu einem festen Zeitpunkt statt. Verschieben ist oft schwierig oder unmöglich.
Verantwortung gegenüber Teilnehmern
Menschen planen Zeit, Anreise, Erwartungen. Ein Event trägt Verantwortung – emotional wie organisatorisch.
Diese Risiken sind real. Aber sie sind sichtbar und kalkulierbar.
Welche Risiken oft überschätzt werden
Gleichzeitig werden andere Risiken häufig überbewertet.
„Wenn das Event floppt, ist alles vorbei“
In den meisten Fällen ist das nicht so.
Ein Event kann:
scheitern
schlecht laufen
weniger Besucher haben
ohne langfristige Schäden zu verursachen – wenn es bewusst begrenzt war.
„Events brauchen riesige Budgets“
Viele Eventformate lassen sich klein starten.
Nicht jeder Beginn ist ein Festival. Nicht jedes Event muss skalieren.
„Ein Fehler ist sofort öffentlich“
Fehler passieren. Und sie sind oft weniger sichtbar, als man denkt.
Teilnehmer beurteilen ein Event selten so hart, wie Gründer es selbst tun.
Fixkosten, variable Kosten – und warum das entscheidend ist
Ein zentraler Hebel für Risiko liegt in der Kostenstruktur.
Fixkosten erhöhen Risiko, weil sie unabhängig vom Erfolg anfallen.
Variable Kosten passen sich der Nachfrage an und reduzieren das Risiko.
Viele Eventrisiken entstehen nicht durch das Event selbst, sondern durch falsche Kostenentscheidungen.
Timing ist ein unterschätzter Risikofaktor
Wann Einnahmen fließen, ist oft entscheidender als wie viel.
Ticketverkauf im Voraus:
senkt Risiko
gibt Planungssicherheit
zeigt reale Nachfrage
Je früher echtes Feedback kommt, desto geringer wird das Risiko.
Persönliches Risiko vs. Geschäftsrisiko
Ein wichtiger Unterschied wird oft vermischt:
Geschäftsrisiko: Was passiert mit dem Event?
Persönliches Risiko: Was passiert mit dir?
Ein Event kann geschäftlich scheitern, ohne dass es dich persönlich existenziell trifft – wenn der Rahmen bewusst gewählt wurde.
Warum bewusste Entscheidungen Risiko reduzieren
Risiko entsteht selten durch das Event an sich. Es entsteht durch:
Unklarheit
Wunschdenken
fehlende Begrenzung
Wer bewusst entscheidet:
wie groß ein Event wird
wie viel investiert wird
was im schlimmsten Fall passiert
nimmt dem Risiko viel von seinem Schrecken.
Ein realistischer Blick
Ein Event zu gründen bedeutet,Verantwortung zu übernehmen.
Aber es bedeutet nicht ,alles auf eine Karte zu setzen.
Events sind kein risikoloses Geschäftsmodell. Aber sie sind oft ehrlicher und transparenter, als viele andere Gründungen.
Wer Risiko nicht verdrängt, sondern einordnet, kann bessere Entscheidungen treffen – nicht mutigere, sondern klügere.


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