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Wer zahlt eigentlich für dein Event?

Aktualisiert: vor 3 Stunden




Warum Teilnehmer und Käufer oft nicht dieselben sind


Viele Eventgründer denken früh über Zielgruppen nach. Was dabei erstaunlich oft übersehen wird, ist eine ganz grundlegende Frage:


Wer zahlt eigentlich für dein Event?

Teilnehmer, Käufer und Entscheider werden häufig in einen Topf geworfen. Unternehmerisch ist das einer der größten Denkfehler in der Eventbranche.


Teilnehmer sind nicht automatisch Käufer


Wer an ein Event denkt, hat meist sofort die Teilnehmer vor Augen:


  • Menschen im Raum

  • volle Ränge

  • Stimmung

  • Feedback


Das ist verständlich – aber unvollständig.


Denn die Person, die teilnimmt, ist nicht immer die Person, die bezahlt.

Und genau hier beginnt Unternehmertum.


Drei Rollen, die oft verwechselt werden


In vielen Eventmodellen gibt es drei unterschiedliche Rollen:


  1. Teilnehmer – erlebt das Event

  2. Käufer – bezahlt das Ticket oder die Leistung

  3. Entscheider – entscheidet, ob gekauft wird


Manchmal sind alle drei dieselbe Person.Oft aber nicht.

Wer diese Rollen nicht trennt, optimiert schnell am falschen Punkt.


Typische Konstellationen in der Eventbranche


Privat zahlt für privat


Beispiel: Sportevent, Festival, Erlebnisformat


  • Teilnehmer = Käufer = Entscheider

  • Emotionale Kaufentscheidung

  • Preis und Erlebnis im Fokus


Hohe Relevanz von Marke & Vertrauen


Unternehmen zahlt für Mitarbeiter


Beispiel: Konferenz, Weiterbildung, Team-Event


  • Teilnehmer ≠ Käufer

  • Entscheider oft HR, Führungskräfte oder Einkauf

  • Nutzenargument wichtiger als Emotion


Andere Sprache, andere Argumente, andere Entscheidungslogik


Unternehmen zahlt für Sichtbarkeit


Beispiel: Sponsoring, Partnerformate


  • Teilnehmer zahlen ggf. wenig oder nichts

  • Unternehmen finanzieren das Event

  • Reichweite, Image und Zielgruppen-Zugang entscheidend


Teilnehmerzufriedenheit wichtig – aber nicht allein ausschlaggebend


Warum diese Unterscheidung alles verändert


Je nachdem, wer zahlt, verändern sich:


  • Preislogik

  • Kommunikation

  • Marketing

  • Programm

  • Erwartungsmanagement

  • Erfolgskriterien


Ein Event kann bei Teilnehmern sehr beliebt sein und trotzdem wirtschaftlich scheitern, wenn der eigentliche Käufer keinen Mehrwert sieht.


Der häufigste Fehler von Eventgründern


Viele Eventgründer optimieren für die falsche Person.


Sie verbessern:


  • Programmpunkte

  • Speaker

  • Atmosphäre


Dabei liegt das eigentliche Problem woanders:


Derjenige, der bezahlt, erkennt den Wert nicht klar genug.

Das führt zu Frust – obwohl das Event „gut“ ist.


Warum gute Events trotzdem nicht tragen


Ein klassisches Muster:


  • Teilnehmer sind begeistert

  • Feedback ist positiv

  • Wiederbesuchsrate ist hoch


Und trotzdem:


  • Preise lassen sich nicht erhöhen

  • Sponsoren springen ab

  • Budgets werden nicht freigegeben


Nicht, weil das Event schlecht ist. Sondern weil Zahlungslogik und Nutzen nicht sauber zusammenpassen.


Die entscheidenden Fragen für Gründer


Statt sofort weiter zu optimieren, helfen ehrliche Fragen:


  • Wer bezahlt mein Event wirklich?

  • Wer trifft die Kaufentscheidung?

  • Wofür wird konkret bezahlt?

  • Wer trägt das Risiko?

  • Für wen muss der Nutzen klar sein?


Diese Fragen sind unangenehm. Aber sie sparen sehr viel Zeit.


Warum Klarheit wichtiger ist als Reichweite


Viele Eventgründungen versuchen, Probleme über Reichweite zu lösen:


  • mehr Marketing

  • mehr Sichtbarkeit

  • mehr Aufmerksamkeit


Doch Reichweite ersetzt keine klare Zahlungslogik.


Ein kleines Event mit klarer Käuferperspektive ist unternehmerisch oft gesünder als ein großes Event ohne sauberen Zahler.


Ein ruhiger Perspektivwechsel


Ein Event ist kein Selbstzweck. Es ist ein Angebot.

Und jedes Angebot braucht Klarheit darüber,


  • für wen es gedacht ist

  • wer dafür bezahlt

  • warum genau


Ohne diese Klarheit wird jedes Event früher oder später instabil.


Wer sein Event langfristig tragen will, kommt nicht umhin,Teilnehmer, Käufer und Entscheider sauber zu unterscheiden.


Erst dann wird sichtbar, ob ein Event emotional funktioniert – und unternehmerisch trägt.

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