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Planungssicherheit vs. Bauchgefühl - Wie Evententscheidungen wirklich entstehen

Aktualisiert: vor 3 Stunden



Viele Eventgründungen beginnen mit einem Gefühl.

Einer Idee.

Einer inneren Gewissheit:

„Das funktioniert.“

Dieses Bauchgefühl ist kein Zufall. Gerade in der Eventbranche entsteht es oft aus Erfahrung, Beobachtung und Nähe zur Zielgruppe.


Problematisch wird es erst dann, wenn Bauchgefühl alles ersetzt –und Entscheidungen nicht mehr überprüft werden.


Warum Bauchgefühl bei Events so stark ist


Events sind emotional. Sie leben von Atmosphäre, Stimmung und Resonanz.


Wer Events denkt oder umsetzt, nimmt feine Signale wahr:


  • Reaktionen von Menschen

  • Energie im Raum

  • Gespräche vor und nach dem Event


Dieses Gespür ist wertvoll. Es ist oft der Grund, warum jemand überhaupt auf eine Idee kommt.


Bauchgefühl ist kein Fehler. Es ist ein Startpunkt.


Wo Bauchgefühl an seine Grenzen kommt


Bauchgefühl ist situativ. Unternehmertum ist langfristig.

Was sich gut anfühlt, muss nicht tragfähig sein.


Typische Situationen, in denen Bauchgefühl täuscht:


  • einmalige Euphorie nach einem gelungenen Event

  • positives Feedback ohne Zahlungsbereitschaft

  • Zustimmung von Teilnehmern, nicht von Entscheidern

  • persönliches Engagement, das strukturelle Schwächen überdeckt


Je größer die Verantwortung wird, desto gefährlicher wird reines Gefühl.


Planungssicherheit ist kein Gegenpol


Oft wird Bauchgefühl gegen Planung ausgespielt.


Entweder:

  • mutig und intuitiv


oder:


  • nüchtern und analytisch


Diese Trennung ist künstlich.


Gute unternehmerische Entscheidungen entstehen zwischen beiden.


Planungssicherheit bedeutet nicht:


  • alles vorher zu wissen

  • Risiken auszuschalten

  • Spontaneität zu verlieren


Sondern:

Annahmen sichtbar zu machenund Entscheidungen bewusst zu treffen.

Wie gute Evententscheidungen wirklich entstehen


In der Praxis zeigt sich ein klares Muster:


  1. Eine Idee entsteht aus Bauchgefühl

  2. Erste Reaktionen bestätigen oder irritieren

  3. Annahmen werden überprüft

  4. Entscheidungen werden angepasst


Das Problem ist nicht das Gefühl. Das Problem ist, wenn Schritt 3 übersprungen wird.


Dann wird Hoffnung zur Strategie.


Warum Planung oft missverstanden wird


Viele Eventgründer vermeiden Planung, weil sie Angst vor Einschränkung haben.


Sie befürchten:


  • Kreativität zu verlieren

  • Flexibilität einzubüßen

  • Chancen zu verpassen


In Wirklichkeit schafft gute Planung:


  • bessere Entscheidungen

  • schnellere Anpassung

  • mehr Handlungsspielraum


Planung ist kein Korsett. Sie ist Orientierung.


Die gefährlichste Kombination: Starkes Gefühl + hohe Verantwortung


Solange ein Event klein ist,kann viel über Einsatz und Intuition ausgeglichen werden.


Mit wachsender Verantwortung ändern sich die Folgen:


  • finanzielle Verpflichtungen

  • Erwartungen von Teilnehmern

  • Abhängigkeiten von Partnern


Hier reicht Bauchgefühl nicht mehr aus. Nicht, weil es falsch ist – sondern weil zu viel daran hängt.


Die entscheidende Frage für Gründer


Statt zu fragen:

„Fühlt sich das richtig an?“

ist die bessere Ergänzung:

„Unter welchen Bedingungen würde das auch funktionieren?“

Diese Frage verbindet Gefühl mit Struktur. Und genau dort wird aus einer Idee ein unternehmerischer Gedanke.


Bauchgefühl bleibt – aber bekommt einen Platz


Unternehmerisches Denken bedeutet nicht, das Bauchgefühl abzuschalten.

Es bedeutet:


  • es einzuordnen

  • es zu überprüfen

  • es nicht allein entscheiden zu lassen


Erfolgreiche Eventunternehmer entscheiden nicht gegen ihr Gefühl. Sie entscheiden nicht nur wegen ihm.


Zum Abschluss


Bauchgefühl bringt Ideen hervor. Planung macht sie tragfähig.


Wer beides trennt, verliert entweder Mut oder Orientierung.


Wer beides verbindet, trifft bessere Entscheidungen – nicht perfekte, aber verantwortbare.


Wer merkt, dass er zwischen Gefühl und Planung schwankt,steht oft an einem wichtigen Punkt.


Nicht, weil etwas falsch läuft – sondern weil Entscheidungen anstehen, die mehr brauchen als Intuition allein.

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