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Wie geht es weiter nach den ersten Events? Warum Nicht-Entscheiden auch eine Entscheidung ist




Viele Eventgründer kommen an einen Punkt, an dem nichts offensichtlich falsch läuft – aber auch nichts wirklich klar ist.


Das Event findet statt. Es funktioniert irgendwie. Es macht Arbeit. Es macht Spaß. Es wirft Fragen auf.


Und trotzdem wird weitergemacht.


Nicht aus Überzeugung. Sondern aus Gewohnheit.


Wenn Weitermachen zur Standardreaktion wird


In der Eventbranche ist Bewegung normal. Planung, Termine, Kommunikation, Umsetzung.

Stillstand fühlt sich schnell wie Rückschritt an. Deshalb wird oft weitergemacht, ohne bewusst zu entscheiden.


Nicht, weil es richtig ist – sondern weil es einfacher ist als innezuhalten.


Doch genau hier liegt ein unternehmerischer blinder Fleck.


Nicht-Entscheiden ist auch eine Entscheidung


Viele Gründer glauben, sie hätten noch nichts entschieden.


In Wahrheit haben sie entschieden:


  • weiterzumachen

  • nichts Grundsätzliches zu verändern

  • Fragen zu vertagen


Das ist legitim. Aber es ist eine Entscheidung – mit Konsequenzen.

Zeit vergeht. Energie wird gebunden. Erwartungen entstehen.


Warum dieser Punkt so unangenehm ist


Bewusst neu zu entscheiden heißt:


  • Annahmen infrage zu stellen

  • Aufwand neu zu bewerten

  • Erwartungen zu korrigieren

  • Möglichkeiten loszulassen


Das fühlt sich oft schwerer an, als einfach weiterzumachen.


Nicht, weil es objektiv schwieriger ist – sondern weil es emotional ehrlicher ist.


Drei Wege, die viele Eventgründer nehmen


An diesem Punkt gibt es meist drei Optionen:


1️⃣ Bewusst weitermachen


Mit klarerem Rahmen, anderen Erwartungen, mehr Struktur.


2️⃣ Neu ausrichten


Format, Rolle oder Ziel verändern – ohne alles aufzugeben.


3️⃣ Beenden


Nicht aus Scheitern, sondern aus Klarheit.


Alle drei Wege sind legitim. Problematisch ist nur, keinen zu wählen.


Warum Klarheit entlastender ist als Motivation


Viele versuchen, Unsicherheit mit Motivation zu lösen:


  • neue Ideen

  • neue Energie

  • neue Impulse


Das hält kurzfristig an. Langfristig fehlt etwas anderes: Klarheit.

Motivation ersetzt keine Entscheidung. Sie überdeckt sie nur.


Die ehrliche Frage an diesem Punkt


Statt zu fragen:


„Habe ich noch Lust?“

ist die ehrlichere Frage:


„Würde ich mich unter diesen Bedingungen bewusst wieder dafür entscheiden?“

Diese Frage ist unbequem. Aber sie ist fair.


Was bewusste Entscheidung verändert


Wer bewusst entscheidet:


  • trägt Verantwortung leichter

  • setzt Grenzen klarer

  • kann Nein sagen

  • kann Dinge auch loslassen


Nicht, weil alles klar ist – sondern weil der Rahmen stimmt.


Ein ruhiger Gedanke zum Schluss


Nicht jedes Event muss wachsen. Nicht jedes Event muss bleiben. Nicht jede Phase braucht einen nächsten Schritt.


Manchmal reicht es, bewusst zu entscheiden, nicht weiter im Unklaren zu bleiben.


Wer merkt, dass er nicht mehr nach Inspiration sucht, sondern nach Klarheit, ist an einem guten Punkt angekommen.


Nicht am Ende. Aber an einer Stelle, an der Struktur hilfreich werden kann.

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