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Wann es als Eventgründer sinnvoll ist, Hilfe von außen zu holen – und wann nicht


Irgendwann kommt fast jeder Eventgründer an diesen Punkt: Man kommt voran – aber langsamer als gehofft.


Oder man dreht sich im Kreis. Oder man spürt, dass Entscheidungen anstehen, die man nicht allein klären möchte.


Dann taucht die Frage auf:


„Brauche ich Hilfe von außen?“

Die ehrliche Antwort lautet: Manchmal ja. Manchmal ganz bewusst nein.


Hilfe ist kein Ersatz für Verantwortung


Der größte Irrtum rund um Beratung, Coaching oder Mentoring:


„Jemand von außen wird mir sagen, was ich tun soll.“

Das ist selten hilfreich – und oft sogar gefährlich.


Unternehmerische Verantwortung lässt sich nicht auslagern. Wer Hilfe sucht, um Entscheidungen zu vermeiden, verstärkt genau das Problem, das er lösen will.


Wann Hilfe von außen sinnvoll ist


Externe Unterstützung ist besonders dann wertvoll, wenn es nicht um Umsetzung geht, sondern um Einordnung.


Typische sinnvolle Zeitpunkte sind:


  • wenn sich Probleme wiederholen

  • wenn Entscheidungen immer wieder vertagt werden

  • wenn viele Optionen existieren, aber keine Klarheit

  • wenn emotionale Nähe den Blick verzerrt

  • wenn Verantwortung wächst


Hier hilft nicht mehr Aktivität, sondern Reflexion und Struktur.


Sparring statt Anleitung


Die wirkungsvollste Form von Hilfe ist kein Ratgeber, sondern ein Sparringspartner.


Jemand, der:


  • die richtigen Fragen stellt

  • Widersprüche sichtbar macht

  • Denkfehler aufzeigt

  • Entscheidungen einordnet


Nicht jemand, der Lösungen vorgibt.


Gute externe Hilfe macht dich klarer, nicht abhängiger.


Wann Hilfe kontraproduktiv ist


Es gibt auch Zeitpunkte, an denen externe Hilfe eher schadet.


Zum Beispiel:


  • wenn Grundlagen fehlen

  • wenn noch keine eigenen Erfahrungen da sind

  • wenn Verantwortung abgegeben werden soll

  • wenn schnelle Bestätigung gesucht wird


Wer zu früh Hilfe holt, ersetzt Lernen durch Meinungen.


Und das rächt sich später.


Die gefährlichste Form von Hilfe


Besonders problematisch ist Hilfe, die:


  • einfache Antworten verspricht

  • schnelle Erfolge garantiert

  • Verantwortung verschiebt

  • Abhängigkeiten schafft


Events sind komplex. Wer Komplexität ignoriert, vereinfacht nicht – er verzerrt.


Der richtige Anspruch an externe Unterstützung


Eine gute Zusammenarbeit von außen sollte:


  • zeitlich begrenzt sein

  • Klarheit schaffen

  • Entscheidungen vorbereiten

  • Eigenverantwortung stärken


Nicht:


  • dauerhaft begleiten

  • Entscheidungen treffen

  • Probleme lösen

  • Sicherheit simulieren


Hilfe ist ein Werkzeug, kein Zustand.


Warum viele Eventgründer zu spät Hilfe holen


Interessanterweise holen viele Gründer nicht zu früh, sondern zu spät Hilfe.


Sie warten, bis:


  • Frust entstanden ist

  • Energie verloren geht

  • Probleme verhärtet sind


Dabei wäre der beste Zeitpunkt oft früher gewesen – nicht aus Schwäche, sondern aus Verantwortung.


Eine ehrliche Standortfrage


Bevor du Hilfe suchst, hilft eine einfache Frage:


„Will ich Klarheit – oder will ich Entlastung?“

Beides ist menschlich. Aber nur Klarheit führt zu besseren Entscheidungen.


Ein ruhiger Abschluss


Hilfe von außen ist kein Zeichen von Unsicherheit. Aber auch kein Selbstzweck.

Sie entfaltet ihren Wert dort, wo Gründer bereit sind, Entscheidungen bewusst zu treffen –und Verantwortung zu behalten.


Wer merkt, dass er an einem Punkt steht, an dem Einordnung wichtiger ist als Aktion, hat oft bereits den nächsten Schritt getan – auch ohne Hilfe.

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