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Welche Eventarten es gibt – und was sie für Gründer bedeuten

Aktualisiert: vor 3 Stunden




Wer ein Event gründen möchte, stößt sehr schnell auf Begriffe wie B2B und B2C. Diese Unterscheidung ist sinnvoll – aber sie greift zu kurz.


Denn die Eventbranche ist deutlich vielschichtiger, als viele annehmen. Und genau diese Vielfalt ist einer ihrer größten Vorteile für Gründer.


Events sind keine einheitliche Kategorie. Sie sind unterschiedliche Geschäftsmodelle, die ganz verschiedene Anforderungen an Gründer stellen.


Wer das früh versteht, trifft bessere Entscheidungen.


Event ist nicht gleich Event


Viele Fehlannahmen entstehen, weil Events miteinander verglichen werden, die unter völlig unterschiedlichen Bedingungen funktionieren.


Ein Community-Treffen wird mit einer Konferenz verglichen. Ein Sportevent mit einem Corporate-Format. Ein öffentliches Ticket-Event mit einer Kundenveranstaltung.

Das führt zwangsläufig zu falschen Erwartungen.


Sinnvoller ist es, Events nicht als „die Eventbranche“ zu betrachten, sondern als unterschiedliche Formate mit eigener Logik.


Warum die Vielfalt der Eventbranche ein Vorteil ist


Events unterscheiden sich unter anderem in:


  • Zielgruppen

  • Zahlungsbereitschaft

  • Entscheidungswegen

  • emotionalem Zugang

  • operativem Aufwand

  • Wiederholbarkeit


Für Gründer bedeutet das:

Es gibt nicht das eine richtige Eventformat –sondern viele mögliche Wege, die jeweils andere Stärken erfordern.

Die zentrale Frage lautet deshalb nicht: Was funktioniert grundsätzlich? Sondern: Was passt zu mir?


Zentrale Eventarten – eine unternehmerische Einordnung


Die folgende Übersicht ist keine vollständige Klassifizierung, sondern eine Orientierung, um Unterschiede besser zu verstehen.


1. Community- und Szenen-Events


Typische Beispiele: Meetups, lokale Communities, thematische Treffen, Sport- oder Interessengruppen


Was diese Events auszeichnet:


  • Nähe zur Zielgruppe

  • persönliche Motivation der Teilnehmer

  • starkes Zugehörigkeitsgefühl


Chancen für Gründer:


  • niedrige Einstiegshürden

  • organisches Wachstum

  • hohe Loyalität


Herausforderungen:


  • begrenzte Zahlungsbereitschaft

  • Monetarisierung oft indirekt

  • starke Abhängigkeit vom persönlichen Engagement


Besonders geeignet für Gründer, die selbst Teil der Szene sind und langfristig denken.


2. Erlebnis- und Lifestyle-Events


Typische Beispiele: Sportevents, Festivals, Publikumevents, Erlebnistage

Was diese Events auszeichnet:


  • emotionale Kaufentscheidungen

  • starke Markenwirkung

  • hohe Sichtbarkeit


Chancen für Gründer:


  • hohe Weiterempfehlung

  • klares Profil möglich

  • Wachstum bei erfolgreichem Format


Herausforderungen:


  • Marketing relevant

  • Volumen entscheidend

  • operative Komplexität steigt schnell


Geeignet für Gründer mit Gespür für Zielgruppen, Marken und Inszenierung.


3. Wissens- und Weiterbildungs-Events


Typische Beispiele: Konferenzen, Fachveranstaltungen, Leadership-Formate

Was diese Events auszeichnet:


  • klarer Nutzenfokus

  • höhere Zahlungsbereitschaft

  • weniger Teilnehmer notwendig


Chancen für Gründer:


  • bessere Planbarkeit

  • geringere Abhängigkeit von Reichweite

  • starke Positionierung möglich


Herausforderungen:


  • Glaubwürdigkeit ist entscheidend

  • Inhalte müssen Substanz haben

  • längere Entscheidungsprozesse


Besonders geeignet für Gründer mit fachlicher Tiefe oder starkem Netzwerk.


4. Unternehmens- und Corporate-nahe Events


Typische Beispiele: Kundenveranstaltungen, Teamformate, Employer-Branding-Events

Was diese Events auszeichnet:


  • Unternehmen als Zahler oder Auftraggeber

  • klare Budgets

  • häufig wiederkehrende Formate


Chancen für Gründer:


  • stabile Einnahmen

  • gute Planbarkeit

  • langfristige Partnerschaften


Herausforderungen:


  • Abhängigkeit von einzelnen Kunden

  • weniger Markenfreiheit

  • längere Sales-Zyklen


Geeignet für Gründer mit Unternehmenszugang und Beratungsverständnis.


5. Hybridformate


Typische Beispiele: Öffentliche Events mit Sponsoren, Community-Formate mit Corporate-Partnern


Was diese Events auszeichnet:


  • mehrere Zielgruppen

  • unterschiedliche Erlösquellen

  • hohe Flexibilität


Chancen für Gründer:


  • Risikostreuung

  • Skalierungspotenzial

  • kreative Geschäftsmodelle


Herausforderungen:


  • höhere Komplexität

  • klare Priorisierung notwendig

  • Interessenskonflikte möglich


Sehr spannend – aber nur mit bewusster Struktur sinnvoll.


Warum B2B und B2C nur eine Dimension sind


B2B-Events sind nicht automatisch nüchtern. B2C-Events sind nicht automatisch emotional.

Oft gilt:


  • Teilnehmer ≠ Zahler

  • Emotion ≠ privat

  • Business ≠ sachlich


Entscheidender als B2B oder B2C sind Fragen wie:


  • Wer entscheidet über den Kauf?

  • Wofür wird tatsächlich bezahlt?

  • Was ist wiederholbar?

  • Wo liegt das unternehmerische Risiko?


Die entscheidende Frage für Eventgründer


Nicht:

„Welche Eventart ist am profitabelsten?“

Sondern:

„Welche Eventart passt zu mir, meiner Erfahrung und meiner aktuellen Realität?“

Viele Eventgründungen scheitern nicht an der Idee, sondern an der falschen Wahl des Formats.


Warum Einordnung wichtiger ist als Ideenvielfalt


Wer zu früh startet, optimiert oft das falsche Event.

Struktur hilft, bevor Zeit, Geld und Energie investiert werden. Nicht, um Möglichkeiten einzuschränken – sondern um bewusste Entscheidungen zu ermöglichen.

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