Event im Nebenberuf gründen: Was realistisch ist – und was nicht
- Redaktion

- vor 6 Tagen
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Aktualisiert: vor 3 Stunden

Viele Menschen tragen den Gedanken in sich, ein eigenes Event zu gründen. Gleichzeitig schreckt eine Vorstellung besonders ab:
„Dafür müsste ich alles aufgeben.“
Genau hier liegt ein großer Vorteil von Events: Viele Eventformate lassen sich realistisch im Nebenberuf starten.
Nicht als Dauerzustand. Nicht ohne Grenzen. Aber oft deutlich besser, als viele denken.
Warum der Nebenberuf für Eventgründer so attraktiv ist
Ein Event muss nicht sofort skalieren. Es braucht nicht jeden Monat einen neuen Termin. Und es muss nicht von Anfang an alles tragen.
Viele erfolgreiche Eventformate sind:
klein gestartet
nebenberuflich aufgebaut
Schritt für Schritt gewachsen
Das senkt:
finanziellen Druck
persönliche Risiken
emotionale Überforderung
Und es gibt dir etwas Entscheidendes:
Zeit, um zu lernen.
Was im Nebenberuf gut funktioniert
Nicht jedes Event eignet sich für einen Nebenberuf. Aber einige Aspekte sprechen klar dafür.
✅ Planung statt Dauerbetrieb
Events haben natürliche Zyklen:
Vorbereitung
Durchführung
Nachbereitung
Das lässt sich – je nach Format – gut mit einem Job kombinieren.
✅ Klare Zeitfenster
Ein Event findet nicht jeden Tag statt.Viele Formate:
haben wenige Termine im Jahr
sind auf Wochenenden oder einzelne Tage konzentriert
Das macht sie planbar.
✅ Lernkurve ohne Totalrisiko
Du kannst:
dein Event testen
Feedback sammeln
Annahmen überprüfen
ohne sofort existenzielle Entscheidungen treffen zu müssen.
Gerade für Erstgründer ist das ein großer Vorteil.
Wo die Grenzen des Nebenberufs liegen
Der Nebenberuf ist kein Freifahrtschein. Und kein dauerhafter Idealzustand.
Es gibt klare Grenzen, die man kennen sollte.
❌ Zeit ist endlich
Ein Event braucht:
Vorbereitung
Entscheidungen
Kommunikation
Verlässlichkeit
Wer versucht, alles „irgendwie nebenbei“ zu erledigen, verlagert das Risiko – löst es aber nicht.
❌ Verantwortung lässt sich (noch) nicht delegieren
Teilnehmer, Partner und Dienstleister erwarten:
klare Aussagen
schnelle Entscheidungen
Verbindlichkeit
Das funktioniert nur, wenn du erreichbar und präsent bist – auch neben deinem Job.
❌ Wachstum verschärft alles
Was im Kleinen noch machbar ist, wird mit wachsendem Erfolg schnell anspruchsvoller.
Mehr Teilnehmer bedeutet:
mehr Abstimmung
mehr Risiko
mehr Verantwortung
Spätestens dann braucht es eine bewusste Entscheidung.
Welche Eventarten sich besonders für den Nebenberuf eignen
Nicht alle Formate sind gleich gut geeignet.
Eher realistisch im Nebenberuf:
kleinere Community-Events
Wissensformate mit klarer Struktur
Events mit wenigen, planbaren Terminen
lokale oder regionale Formate
Schwieriger im Nebenberuf:
große Festivals
sehr volumengetriebene B2C-Events
Formate mit vielen parallelen Stakeholdern
Events mit hohem operativem Daueraufwand
Das ist keine Wertung – sondern eine Frage der Passung zur aktuellen Lebensrealität.
Der häufigste Fehler: Der Dauer-Zwischenzustand
Viele Eventgründer bleiben zu lange im Nebenberuf, ohne bewusst zu entscheiden.
Sie denken:
„Noch ein Event“
„Noch ein Jahr“
„Vielleicht wird es dann klarer“
In Wirklichkeit wird es oft nur:
anstrengender
unklarer
frustrierender
Der Nebenberuf sollte:
ein Einstieg sein – kein Zustand auf Dauer.
Die wichtige Frage, die du dir stellen solltest
Nicht:
„Schaffe ich das neben meinem Job?“
Sondern:
„Welche Form von Event kann ich unter diesen Bedingungen verantworten?“
Diese Frage ist ehrlicher.Und sie führt zu besseren Entscheidungen.
Warum bewusste Begrenzung eine Stärke ist
Viele Eventgründungen scheitern nicht, weil sie zu klein starten.
Sondern weil sie zu groß denken – bei zu wenig Realität.
Ein klar begrenztes Event:
ist besser steuerbar
ist lernfreundlicher
reduziert Druck
erhöht die Chance, wirklich zu verstehen, was man aufbaut
Das ist kein Mangel an Ambition. Das ist unternehmerische Reife.
Ein nüchterner Ausblick
Ein Event im Nebenberuf zu gründen ist:
möglich
sinnvoll
oft der richtige erste Schritt
Aber nur, wenn du:
die Grenzen akzeptierst
Verantwortung ernst nimmst
bereit bist, später bewusst neu zu entscheiden
Nicht jedes Event muss wachsen. Aber jedes Event braucht Klarheit über seinen Rahmen.
Wer sein Event langfristig denkt, kommt früher oder später an den Punkt, an dem es nicht mehr um Zeitmanagement geht – sondern um Struktur und Entscheidung.



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