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Event im Nebenberuf gründen: Was realistisch ist – und was nicht

Aktualisiert: vor 3 Stunden



Viele Menschen tragen den Gedanken in sich, ein eigenes Event zu gründen. Gleichzeitig schreckt eine Vorstellung besonders ab:

„Dafür müsste ich alles aufgeben.“

Genau hier liegt ein großer Vorteil von Events: Viele Eventformate lassen sich realistisch im Nebenberuf starten.


Nicht als Dauerzustand. Nicht ohne Grenzen. Aber oft deutlich besser, als viele denken.


Warum der Nebenberuf für Eventgründer so attraktiv ist


Ein Event muss nicht sofort skalieren. Es braucht nicht jeden Monat einen neuen Termin. Und es muss nicht von Anfang an alles tragen.


Viele erfolgreiche Eventformate sind:


  • klein gestartet

  • nebenberuflich aufgebaut

  • Schritt für Schritt gewachsen


Das senkt:


  • finanziellen Druck

  • persönliche Risiken

  • emotionale Überforderung


Und es gibt dir etwas Entscheidendes:

Zeit, um zu lernen.

Was im Nebenberuf gut funktioniert


Nicht jedes Event eignet sich für einen Nebenberuf. Aber einige Aspekte sprechen klar dafür.


✅ Planung statt Dauerbetrieb


Events haben natürliche Zyklen:


  • Vorbereitung

  • Durchführung

  • Nachbereitung


Das lässt sich – je nach Format – gut mit einem Job kombinieren.


✅ Klare Zeitfenster


Ein Event findet nicht jeden Tag statt.Viele Formate:


  • haben wenige Termine im Jahr

  • sind auf Wochenenden oder einzelne Tage konzentriert


Das macht sie planbar.


✅ Lernkurve ohne Totalrisiko


Du kannst:


  • dein Event testen

  • Feedback sammeln

  • Annahmen überprüfen


ohne sofort existenzielle Entscheidungen treffen zu müssen.


Gerade für Erstgründer ist das ein großer Vorteil.


Wo die Grenzen des Nebenberufs liegen


Der Nebenberuf ist kein Freifahrtschein. Und kein dauerhafter Idealzustand.

Es gibt klare Grenzen, die man kennen sollte.


❌ Zeit ist endlich


Ein Event braucht:


  • Vorbereitung

  • Entscheidungen

  • Kommunikation

  • Verlässlichkeit


Wer versucht, alles „irgendwie nebenbei“ zu erledigen, verlagert das Risiko – löst es aber nicht.


❌ Verantwortung lässt sich (noch) nicht delegieren


Teilnehmer, Partner und Dienstleister erwarten:


  • klare Aussagen

  • schnelle Entscheidungen

  • Verbindlichkeit


Das funktioniert nur, wenn du erreichbar und präsent bist – auch neben deinem Job.


❌ Wachstum verschärft alles


Was im Kleinen noch machbar ist, wird mit wachsendem Erfolg schnell anspruchsvoller.

Mehr Teilnehmer bedeutet:


  • mehr Abstimmung

  • mehr Risiko

  • mehr Verantwortung


Spätestens dann braucht es eine bewusste Entscheidung.


Welche Eventarten sich besonders für den Nebenberuf eignen


Nicht alle Formate sind gleich gut geeignet.


Eher realistisch im Nebenberuf:


  • kleinere Community-Events

  • Wissensformate mit klarer Struktur

  • Events mit wenigen, planbaren Terminen

  • lokale oder regionale Formate


Schwieriger im Nebenberuf:


  • große Festivals

  • sehr volumengetriebene B2C-Events

  • Formate mit vielen parallelen Stakeholdern

  • Events mit hohem operativem Daueraufwand


Das ist keine Wertung – sondern eine Frage der Passung zur aktuellen Lebensrealität.


Der häufigste Fehler: Der Dauer-Zwischenzustand


Viele Eventgründer bleiben zu lange im Nebenberuf, ohne bewusst zu entscheiden.

Sie denken:


  • „Noch ein Event“

  • „Noch ein Jahr“

  • „Vielleicht wird es dann klarer“


In Wirklichkeit wird es oft nur:


  • anstrengender

  • unklarer

  • frustrierender


Der Nebenberuf sollte:

ein Einstieg sein – kein Zustand auf Dauer.

Die wichtige Frage, die du dir stellen solltest


Nicht:

„Schaffe ich das neben meinem Job?“

Sondern:

„Welche Form von Event kann ich unter diesen Bedingungen verantworten?“

Diese Frage ist ehrlicher.Und sie führt zu besseren Entscheidungen.


Warum bewusste Begrenzung eine Stärke ist


Viele Eventgründungen scheitern nicht, weil sie zu klein starten.


Sondern weil sie zu groß denken – bei zu wenig Realität.


Ein klar begrenztes Event:


  • ist besser steuerbar

  • ist lernfreundlicher

  • reduziert Druck

  • erhöht die Chance, wirklich zu verstehen, was man aufbaut


Das ist kein Mangel an Ambition. Das ist unternehmerische Reife.


Ein nüchterner Ausblick


Ein Event im Nebenberuf zu gründen ist:


  • möglich

  • sinnvoll

  • oft der richtige erste Schritt


Aber nur, wenn du:


  • die Grenzen akzeptierst

  • Verantwortung ernst nimmst

  • bereit bist, später bewusst neu zu entscheiden


Nicht jedes Event muss wachsen. Aber jedes Event braucht Klarheit über seinen Rahmen.


Wer sein Event langfristig denkt, kommt früher oder später an den Punkt, an dem es nicht mehr um Zeitmanagement geht – sondern um Struktur und Entscheidung.

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