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Warum viele Eventgründer am falschen Problem arbeiten

Aktualisiert: vor 3 Stunden



Wenn ein Event nicht so läuft wie erhofft, ist der Reflex fast immer derselbe:

„Wir müssen etwas verbessern.“

Mehr Marketing.

Bessere Speaker.

Andere Location.

Neues Programm.


Aktion entsteht schnell. Klarheit deutlich seltener.


Viele Eventgründungen scheitern nicht, weil zu wenig getan wird – sondern weil am falschen Punkt gearbeitet wird.


Aktionismus fühlt sich produktiv an


Etwas zu tun ist einfacher, als etwas zu hinterfragen.


Optimierung gibt das Gefühl von Kontrolle:


  • Wir verändern etwas

  • Wir reagieren

  • Wir bleiben in Bewegung


Gerade in der Eventbranche ist das verführerisch. Denn es gibt immer etwas, das man verbessern kann.


Unternehmerisch ist das gefährlich.


Symptome statt Ursachen


Viele typische „Probleme“ von Eventgründern sind keine Ursachen, sondern Symptome.

Beispiele:


  • Tickets verkaufen sich schlecht → Marketingproblem?

  • Hoher Stress → Organisationsthema?

  • Geringe Marge → Kostenproblem?


Oft liegt die Ursache tiefer:


  • falsche Zielperson

  • unklare Zahlungslogik

  • falsches Format

  • unrealistische Erwartungen


Wer Symptome behandelt, löst das eigentliche Problem nicht.


Warum operative Optimierung oft ins Leere läuft


Viele Eventgründer investieren viel Energie in Details:


  • Ablaufpläne

  • Tools

  • Prozesse

  • Features


Das ist nicht falsch. Aber es ist oft zu früh.


Wenn das Grundmodell nicht trägt, macht bessere Umsetzung das Problem nur effizienter.

Ein nicht tragfähiges Event bleibt auch perfekt organisiert nicht tragfähig.


Das eigentliche Problem ist oft eine Entscheidung


Rückblickend zeigen sich viele Schwierigkeiten als:


  • nicht getroffene Entscheidungen

  • vertagte Klarheit

  • vermiedene Abgrenzung


Typische Beispiele:


  • Projekt oder Unternehmen?

  • Für wen genau ist das Event?

  • Wer zahlt – und warum?

  • Wie groß darf das Risiko sein?


Diese Fragen sind unbequem. Deshalb werden sie gern durch Aktion ersetzt.


Warum sich falsche Probleme gut anfühlen


Am falschen Problem zu arbeiten, hat einen psychologischen Vorteil:


Man muss nichts Grundsätzliches infrage stellen.


Die Idee bleibt unangetastet.

Die Vision bleibt bestehen.

Die Hoffnung bleibt intakt.


Unternehmerisch kostet das oft:


  • Zeit

  • Geld

  • Energie


Und verzögert die eigentlich notwendige Entscheidung.


Ein Perspektivwechsel für Eventgründer


Bevor etwas verbessert wird, lohnt sich eine andere Frage:

„Was versuche ich gerade zu lösen –und ist das wirklich das Kernproblem?“

Diese Frage wirkt unscheinbar. Aber sie verändert den Blick.


Nicht alles, was schwierig ist, muss optimiert werden.


Manches muss neu eingeordnet werden.


Warum Klarheit mehr bringt als Aktivität


Klarheit kann bedeuten:


  • ein Format nicht weiterzuverfolgen

  • Erwartungen zu korrigieren

  • bewusst kleiner zu bleiben

  • einen anderen Fokus zu wählen


Das fühlt sich im Moment oft wie Stillstand an. Langfristig ist es Fortschritt.


Viele erfolgreiche Eventunternehmen haben nicht schneller gehandelt – sondern früher richtig entschieden.


Ein ruhiger Abschluss


In der Eventbranche wird viel gemacht. Nicht immer wird viel entschieden.

Wer am richtigen Problem arbeitet, muss oft weniger tun – aber klarer denken.

Und genau dort beginnt Unternehmertum.


Wer merkt, dass er immer wieder optimiert, ohne dass sich grundlegend etwas verändert, sollte weniger an Lösungen denken – und mehr an Einordnung und Entscheidung.

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