Warum Marketing nicht dein größtes Eventproblem ist
- Redaktion

- vor 6 Tagen
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Aktualisiert: vor 3 Stunden

Und was stattdessen darüber entscheidet, ob dein Event funktioniert
Wenn ein Event nicht die gewünschten Ergebnisse bringt, ist die Diagnose schnell gestellt:
„Wir brauchen mehr Marketing.“
Mehr Reichweite.
Mehr Sichtbarkeit.
Mehr Werbung.
Marketing wird in der Eventbranche oft als Allheilmittel verstanden. In Wirklichkeit ist es das selten.
„Mehr Marketing“ ist eine bequeme Erklärung
Marketing ist ein dankbarer Schuldiger. Denn er verschiebt das Problem nach außen.
Nicht das Event passt nicht – sondern zu wenige Menschen haben davon erfahren.
Das fühlt sich besser an, als die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, dass etwas Grundsätzliches nicht stimmt.
Unternehmerisch ist das gefährlich.
Sichtbarkeit ersetzt keine Nachfrage
Marketing kann Aufmerksamkeit erzeugen. Aber Aufmerksamkeit ist nicht gleich Nachfrage.
Viele Eventgründungen erleben genau das:
gute Reichweite
viele Klicks
viel Interesse
Und trotzdem:
wenige Verkäufe
zähe Ticketverläufe
Preisdruck
Das Problem liegt dann nicht im Marketing, sondern in der Passung zwischen Angebot und Zahlungsbereitschaft.
Gutes Marketing rettet kein schlechtes Modell
Marketing verstärkt, was bereits da ist.
Wenn ein Event:
klaren Nutzen hat
die richtige Zielgruppe anspricht
eine nachvollziehbare Zahlungslogik besitzt
dann hilft Marketing.
Wenn diese Grundlagen fehlen, macht Marketing das Problem nur sichtbarer – und oft teurer.
Typische Marketing-Irrtümer bei Events
Viele Eventgründer tappen in ähnliche Fallen:
Marketing zu früh
Marketing zu breit
Marketing ohne klare Botschaft
Marketing ohne Verständnis, wer eigentlich zahlt
Das Ergebnis:
Streuverluste
Frustration
falsche Schlüsse
Marketing wird dann zum Aktionismus.
Warum gute Events trotzdem nicht verkauft werden
Ein häufiges Muster:
Teilnehmerfeedback ist hervorragend
Inhalte sind stark
Atmosphäre stimmt
Und trotzdem verkauft sich das Event schwer.
Oft liegt das daran,dass das Event für die falsche Person erklärt wird.
Der Teilnehmer ist begeistert. Der Käufer versteht den Wert nicht.
Marketing kann das nicht lösen.
Was stattdessen wirklich entscheidet
Bevor Marketing sinnvoll wird, müssen andere Fragen beantwortet sein:
Für wen ist dieses Event wirklich gedacht?
Welches konkrete Problem wird gelöst?
Warum ist dieses Event relevant – gerade jetzt?
Wofür wird bezahlt?
Was unterscheidet dieses Event von Alternativen?
Diese Fragen sind unbequem. Aber sie sind entscheidend.
Klarheit schlägt Reichweite
Ein Event mit:
klarer Zielgruppe
klarer Nutzenkommunikation
klarer Zahlungslogik
braucht oft weniger Marketing, nicht mehr.
Viele erfolgreiche Eventformate wachsen:
über Empfehlungen
über Wiederholung
über Vertrauen
Nicht über Kampagnen.
Wann Marketing wirklich relevant wird
Marketing ist dann sinnvoll, wenn das Fundament stimmt.
Also wenn:
das Event unter ähnlichen Bedingungen wiederholbar ist
der Nutzen klar formuliert werden kann
bekannt ist, wer entscheidet und wer zahlt
Erst dann lohnt es sich, Marketing systematisch einzusetzen.
Alles andere ist Beschleunigung ohne Richtung.
Ein Perspektivwechsel für Eventgründer
Statt zu fragen:
„Wie bekomme ich mehr Reichweite?“
ist die bessere Frage:
„Warum sollte jemand genau dafür bezahlen?“
Diese Frage ist leiser. Aber sie verändert alles.
Wer sein Event nicht über Marketing retten will, sondern unternehmerisch entwickeln möchte, kommt früher oder später an den Punkt, an dem Klarheit wichtiger wird als Sichtbarkeit.


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