Wie viel Persönlichkeit ein Event verträgt - Und wann sie zum Risiko wird
- Redaktion

- vor 6 Tagen
- 2 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 3 Stunden

Events leben von Menschen.
Von Haltung.
Von Energie.
Gerade am Anfang sind es oft die Gründer selbst, die einem Event Gesicht, Richtung und Charakter geben.
Das ist eine Stärke. Aber sie hat eine Grenze.
Warum Persönlichkeit am Anfang so wichtig ist
Viele Eventideen entstehen aus persönlicher Motivation:
eigener Erfahrung
persönlichem Interesse
Nähe zur Zielgruppe
Diese Authentizität ist spürbar. Sie schafft:
Vertrauen
Nähe
Identifikation
Ohne Persönlichkeit wären viele Events austauschbar.
Gerade zu Beginn trägt sie das Format.
Wenn Persönlichkeit alles ersetzt
Problematisch wird es, wenn Persönlichkeit nicht mehr trägt, sondern kompensiert.
Typische Anzeichen:
Entscheidungen laufen nur über eine Person
Kontakte sind personengebunden
Kommunikation ist nicht übertragbar
das Event funktioniert nur mit „viel Einsatz“
Solange alles klein ist, bleibt das unsichtbar.
Mit Wachstum wird es spürbar.
Persönlichkeit ist keine Struktur
Ein häufiger Denkfehler:
„Solange ich mich kümmere, funktioniert es.“
Das stimmt – aber nur so lange, wie du alles selbst trägst.
Ein Eventunternehmen kann nicht darauf aufbauen, dass jemand immer:
verfügbar ist
vermittelt
rettet
kompensiert
Persönlichkeit ist ein Verstärker. Sie ist kein System.
Wann Persönlichkeit zum unternehmerischen Risiko wird
Persönlichkeit wird dann zum Risiko, wenn:
das Event ohne dich nicht denkbar ist
Entscheidungen nicht delegierbar sind
Wachstum automatisch Überforderung bedeutet
Verantwortung emotional statt strukturell verteilt wird
Das betrifft nicht nur große Events. Auch kleine Formate können daran scheitern.
Der notwendige Rollenwechsel
Mit wachsender Verantwortung verändert sich die Rolle des Gründers.
Am Anfang:
Ideengeber
Antreiber
Problemlöser
Später:
Entscheider
Verantwortlicher
Gestalter von Rahmenbedingungen
Dieser Wechsel ist selten klar definiert. Aber er ist entscheidend.
Nicht jeder möchte ihn gehen. Und das ist legitim.
Persönlichkeit bewusst einsetzen statt verlieren
Der Ausweg ist nicht, Persönlichkeit zurückzunehmen.
Sondern sie anders einzusetzen.
Das heißt:
Haltung klar machen
Werte definieren
Entscheidungslogiken teilen
Verantwortung verteilen
So bleibt Persönlichkeit sichtbar – ohne zur Abhängigkeit zu werden.
Warum viele Eventgründer hier hängen bleiben
Dieser Punkt ist unbequem.
Denn er stellt eine Frage:
„Will ich führen – oder will ich selbst tragen?“
Beides ist legitim.Aber es führt zu unterschiedlichen Konsequenzen.
Viele bleiben in einem Zwischenzustand:
zu groß für Improvisation
zu persönlich für Struktur
Das erzeugt Stress – und bremst Entwicklung.
Ein realistischer Blick
Ein Event kann stark persönlich geprägt sein. Und trotzdem unternehmerisch geführt werden.
Der Unterschied liegt nicht im Auftreten. Sondern darin, ob das Event auch ohne ständige persönliche Kompensation funktioniert.
Wer merkt, dass das eigene Event stark an die eigene Person gebunden ist, steht nicht vor einem Problem – sondern vor einer Entscheidung.


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