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Wie viel Persönlichkeit ein Event verträgt - Und wann sie zum Risiko wird

Aktualisiert: vor 3 Stunden



Events leben von Menschen.

Von Haltung.

Von Energie.


Gerade am Anfang sind es oft die Gründer selbst, die einem Event Gesicht, Richtung und Charakter geben.


Das ist eine Stärke. Aber sie hat eine Grenze.


Warum Persönlichkeit am Anfang so wichtig ist


Viele Eventideen entstehen aus persönlicher Motivation:


  • eigener Erfahrung

  • persönlichem Interesse

  • Nähe zur Zielgruppe


Diese Authentizität ist spürbar. Sie schafft:


  • Vertrauen

  • Nähe

  • Identifikation


Ohne Persönlichkeit wären viele Events austauschbar.

Gerade zu Beginn trägt sie das Format.


Wenn Persönlichkeit alles ersetzt


Problematisch wird es, wenn Persönlichkeit nicht mehr trägt, sondern kompensiert.


Typische Anzeichen:


  • Entscheidungen laufen nur über eine Person

  • Kontakte sind personengebunden

  • Kommunikation ist nicht übertragbar

  • das Event funktioniert nur mit „viel Einsatz“


Solange alles klein ist, bleibt das unsichtbar.

Mit Wachstum wird es spürbar.


Persönlichkeit ist keine Struktur


Ein häufiger Denkfehler:

„Solange ich mich kümmere, funktioniert es.“

Das stimmt – aber nur so lange, wie du alles selbst trägst.

Ein Eventunternehmen kann nicht darauf aufbauen, dass jemand immer:


  • verfügbar ist

  • vermittelt

  • rettet

  • kompensiert


Persönlichkeit ist ein Verstärker. Sie ist kein System.


Wann Persönlichkeit zum unternehmerischen Risiko wird


Persönlichkeit wird dann zum Risiko, wenn:


  • das Event ohne dich nicht denkbar ist

  • Entscheidungen nicht delegierbar sind

  • Wachstum automatisch Überforderung bedeutet

  • Verantwortung emotional statt strukturell verteilt wird


Das betrifft nicht nur große Events. Auch kleine Formate können daran scheitern.


Der notwendige Rollenwechsel


Mit wachsender Verantwortung verändert sich die Rolle des Gründers.


Am Anfang:


  • Ideengeber

  • Antreiber

  • Problemlöser


Später:


  • Entscheider

  • Verantwortlicher

  • Gestalter von Rahmenbedingungen


Dieser Wechsel ist selten klar definiert. Aber er ist entscheidend.

Nicht jeder möchte ihn gehen. Und das ist legitim.


Persönlichkeit bewusst einsetzen statt verlieren


Der Ausweg ist nicht, Persönlichkeit zurückzunehmen.

Sondern sie anders einzusetzen.


Das heißt:


  • Haltung klar machen

  • Werte definieren

  • Entscheidungslogiken teilen

  • Verantwortung verteilen


So bleibt Persönlichkeit sichtbar – ohne zur Abhängigkeit zu werden.


Warum viele Eventgründer hier hängen bleiben


Dieser Punkt ist unbequem.


Denn er stellt eine Frage:

„Will ich führen – oder will ich selbst tragen?“

Beides ist legitim.Aber es führt zu unterschiedlichen Konsequenzen.


Viele bleiben in einem Zwischenzustand:


  • zu groß für Improvisation

  • zu persönlich für Struktur


Das erzeugt Stress – und bremst Entwicklung.


Ein realistischer Blick


Ein Event kann stark persönlich geprägt sein. Und trotzdem unternehmerisch geführt werden.

Der Unterschied liegt nicht im Auftreten. Sondern darin, ob das Event auch ohne ständige persönliche Kompensation funktioniert.


Wer merkt, dass das eigene Event stark an die eigene Person gebunden ist, steht nicht vor einem Problem – sondern vor einer Entscheidung.

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